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Nyksund ...... einst zweitgrößter Fischerort der Vesteraalen, wurde 1972 endgültig verlassen, da der Staat für die Unterhaltung des unrentablen Ortes mit einem, für die moderne Fischereifahrzeuge längst zu klein gewordenen Hafen, nicht mehr aufkommen wollte. Die ehemaligen Einwohner wurden gemeinsam mit Einwohnern anderer kleiner Küstenorte in den neu erbauten Hauptort der Kommune, Myre, umgesiedelt. Dieser lag geschützter und verkehrsgünstiger, gleichzeitig wurde auf zeitgemäße Hafen- und vorwiegend Fischindustrieanlagen geachtet.Unser Haus - "Ekspedisjonen" ... ... wurde nach dem großen Brand 1934, der den größten Teil der Hafengebäude auf der Nyksundöya vernichtete, gemeinsam mit vier weiteren "bryggen" ähnlicher Bauart aus Betonsteinen erbaut. Diese Bauart sollte ein nochmaliges Abbrennen verhindern. Die "dampskipsekspedisjon" diente als Kontorhaus und handelte mit Fischprodukten innerhalb ganz Europas.Wie die anderen Gebäude verfiel unser Haus nach Auszug der ehemaligen Einwohner, da der Umzug mit staatlichen Mitteln stattfand mit der Auflage, 30 Jahre nicht zurückzukehren. Auf einer Urlaubsfahrt von einem deutschen Sozialarbeiter neu entdeckt, kam Anfang der 80er-Jahre wieder Aktivität in Form internationaler Jugendprojekte - unterstützt mit EG-Mitteln - in die "Geisterstadt". Unser Haus erhielt ein neues Dach und diente dem Projekt ab Mitte der 80er-Jahre als Gästehaus. Wenig ist von den Aktivitäten geblieben, doch Nyksund war neu entdeckt. Anfang der 90er-Jahre endete das Projekt, doch schon wenig später fingen Einzelpersonen mit der vorsichtigen Renovierung einzelner Gebäude an. Ab 1994 wurde unser Haus als einfaches Gästehaus zu touristischen Zwecken genutzt, zunächst ohne funktionierende Kanalisation. Heute sind mehrere Gebäude instandgesetzt, es wird versucht, die noch bestehenden alten Gebäude vor dem Verfall zu retten. Es sind mehrere Übernachtungs- und Speisemöglichkeiten entstanden sowie ein kleiner Laden. 2003 entstanden die ersten Neubauten seit 60 Jahren und auch wir fingen an, das Haus grundlegend zu renovieren und sanieren. Dabei achteten wir darauf, das Neue mit dem Alten liebevoll zu verbinden und den ortsüblichen Baustil beizubehalten.In der ehemaligen "Geisterstadt" leben wieder um die 10 feste Einwohner und Dank des vorsichtigen Aufbaus fern des Massentourismus ist Nyksund das geblieben, was er schon immer war: ein mystischer Ort, den man, einmal erlebt, nie mehr vergessen wird. |